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Feuerstättenschau

In Österreich und in Deutschland gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Feuerstättenschau (auch Feuerstättenbeschau genannt). In Deutschland regelt seit dem 1. Januar 2010 bundeseinheitlich die KÜO (Kehr- und Überprüfungsordnung) die zeitlichen Abstände sowie die Pflicht, die Feuerstättenschau (FSS) durchführen zu lassen; früher regelten dies Landesgesetze. Am Ende steht ein Feuerstättenbescheid.

Die Feuerstättenschau ist eine visuelle Kontrolle. Sie soll feststellen, ob die Feuerungsanlage noch betriebs- und brandsicher ist oder ob sie Mängel hat. Der Schornsteinfeger prüft unter anderem:

  • die Dichtheit der Ofenrohre und Abgasanlagen
  • Brandschutzabstände zu Bauteilen aus brennbaren Stoffen:
    • z. B. könnten brennbare Bauteile (z.B. Holzdecken, hölzerne Wandvertäfelungen, Türen u. ä.) hinzugekommen sein, die zu nahe an der Feuerstätte sind
    • z. B. könnte vor Feuerungsöffnungen ein nicht-brennbarer Bodenbelag durch einen brennbaren ersetzt worden sein – dann müsste der Betreiber eine nicht-brennbare Unterlage einer bestimmten Mindestgröße vor die Feuerungsanlage legen
  • ob die Verbrennungsluftversorgung gewährleistet ist
  • ob an der Heizung oder am Ofenrohr Verschleißspuren sichtbar sind, die die Funktion der Anlage beeinträchtigen (Hitze kann Korrosion fördern)